Was ist Jazz und Modern Dance? Wo kommt dieser Tanz her? Was für ein Tanzstil ist das? Viele Fragen wirft diese noch junge Tanzsport auf, und viele Tanzpädagogen sagen, dieser Tanz ist Kunst und kein Sport, den man bewerten kann. Doch der DTV hat Wertungskriterien entwickelt, die es den Wertungsrichtern möglich machen, diese Kunst im Rahmen des Tanzsportes zu bewerten. Daß Kunst und Sport auf der Tanzfläche möglich sind, zeigen mittlerweile elf Jahre erfolgreiche Arbeit mit weit über fünftausend jugendlichen Tänzern und Tänzerinnen und jede Saison werden es mehr.
Jazz und Modern Dance ist ein Tanzstil,
der Jahrzehnte der Entwicklung durchgemacht hat. Jazz Dance ist eine Mischung
afrikanischer, europäischer und amerika-nischer Tanzstilelemente.
Er hat sich in Amerika in der Auseinandersetzung und Verbindung von weißem
und schwarzem Tanz entwickelt. Diese Entwicklung begann mit der Sklavenverschleppung
von Afrika nach Nord- und Südamerika und vollzog sich kontinuierlich
weiter mit der Evolution der Tanzmusik und der Entwicklung des Showbusineß
in Amerika. Jazz Dance vereint mehrere Tanzstile in sich. Typische Jazz
Dance Merkmale sind Polyrhythmik und Polyzentrik, intuitive Spontanität
und Interaktion durch Improvisation. Da Jazz Dance eine Ausdrucksform ist,
deren Merkmal es ist, keine festgelegte Form zu haben, erklärt sich
daraus auch die Offenheit für andere Stile. Jazz und Jazz Dance integrieren
alle Einflüsse von Folklore über Klassik bis zu Sport oder Akrobatik,
da beide selbst aus verschiedenen Stilen und Kulturen entstanden sind.
Wie die Jazzmusik durchdringt der Jazz Dance mittlerweile die verschiedensten
Kunst- und Unterhaltungsformen. Im Jazz Dance findet man die verschiedensten
Tanzstile in einer Choreographie vereint. Seit Tanzpädagogen die Theorie
des freien Tanzes oder Ausdruckstanzes begründeten, entwickelten sich,
speziell in den USA, die unterschiedlichsten Richtungen des zeitgenössischen
Tanzes. Die Grundlagen des heutigen Modern Dance legten die Schulen der
amerikanischen Choreographin Martha Graham und des Choreographen José
Limon. Die wichtigsten Bewegungsmerkmale sind, sehr verkürzt dargestellt;
einerseits "contraction" (Zusammenziehen) und "release" (Lösen) und
anderseits "Impuls" und "Führung". Wichtig und aus keinem modernen
Tanzbereich mehr wegzudenken sind die zahlreichen, von Martha Graham geprägten
Bodenübungen. Die Gemeinsamkeiten von Modern Dance und Jazz Dance
bestehen darin, daß in beiden Tanzstilen die Bewegungs- und Ausdrucksgrenzen
nur durch die Anatomie oder die Phantasie des Tänzers bestimmt werden.
Die ersten Tanzturniere in dieser Tanzsportart fanden in Hessen statt. Der Landestanzsportverband HTV ist damit Vorreiter für diesen jungen Sport. Die erste Hessen-meisterschaft fand 1976 mit über 30 Formationen statt, die jedes Jahr aufs neue Freunde fand. Dieser Tanzsport kam in Hessen aus den Schulen, wo er dem Sportunterricht angegliedert war. Bereits 1988 griff der DTV die Idee des HTV auf und bildete einen Ausschuss, um die Regeln für die TSO zu erstellen. Bereits 1989 veranstaltete man bundesweit Ausscheidungsturniere, um eine Ligaeinteilung vornehmen zu können, damals noch ohne die Ostverbände. Ein Jahr später waren 101 Formationen in drei Ligabereichen am Start und die erste Deutsche Meisterschaft wurde in Frankfurt ausgetragen. Mittlerweile sind in vier Ligabereichen Nord-Ost, Süd1, Süd2 und West, mehr als 320 Formationen von der Landesliga bis zur 1. Bundesliga am Start und es werden jedes Jahr mehr, obwohl auch immer wieder Formationen aussteigen, die Nachwuchsprobleme haben.
Folgende Ligaeinteilung (für den Bereich West) soll ab der Saison 2003 in Kraft treten:
1. Bundesliga (DTV gesamt)
2. Bundesliga Süd
2. Bundesliga Nord/Ost - West
Regionalliga
Oberliga 1
Oberliga 2
Verbandsliga 1 Verbandsliga 2
Landesliga 1 Landesliga 2 Landesliga
3
Jugendverbandsliga
Jugendlandesliga 1 Jugendlandesliga 2 Jugendlandesliga
3
Kinderliga