Warburg. Die Spannung war zum Greifen nah, als sich gestern die Jazzdance-Formationen der Landesliga 5 zu ihrem ersten Saisonturnier in der Warburger Sporthalle trafen. Aus dem Sportkreis Warburg war die Formation "Deja vue" vom Warburger Turnverein und die Formation "Tian" der Kolpingsfamilie Borgentreich am Start. Und die Gastgeber überraschten Alle: "Deja vue" landete auf dem ersten Rang. Enttäuschung hingegen bei "Tian" über den sechsten Platz.
Trotz der liebevollen Gestaltung der Halle als "Traumland" und den weitgreifenden Eröffnungsreden von Vorstand und Bürgermeisterin sah man beim Einmarsch der Tänzerinnen überwiegend ernste Gesichter. "Was würden die anderen Formationen zeigen" und "Ist die eigene Choreografie dieses Jahr gut genug?" - diese Fragen sah man den Formationen und ihren Trainerinnen buchstäblich ins Gesicht geschrieben.
Im Anschluss an die Begrüßung der Formationen und den fünf Wertungsrichtern des Deutschen Tanzsportverbandes durch Turnierleiterin Sonja Husemann durften die Jüngsten des Warburger Turnvereins die Formationen "Glamour" und "Flair" ihre einstudierten Choreografien als Showprogramm dem Publikum präsentieren.
Als erste Formation betrat an diesem Nachmittag "New Line" aus Lippstadt die Fläche, gefolgt von "Splash" aus Warendorf und "Frantic" aus Borgholzhausen. Die Tanzgruppe "Diversity" aus Schröttinghausen-Deppendorf war schon in der letzten Saison ein Aspirant auf die vorderen Plätze gewesen. Auch dieses Jahr präsentierten sie sich in altbewährter starker Form.
Für "Tian" der Kolpingsfamilie Borgentreich hatte das Los den fünften Startplatz in der Vorrunde entschieden. Sie präsentierten im Gegensatz zum letzten Jahr ein ruhiges Lied. "Liebesbrief" von Thomas D wurde von Choreografin Marina Söthe trotz der eher getragenen Melodie abwechslungsreich umgesetzt. Gleich im Anschluss an "Tian" zeigten sich die noch sehr jungen Tänzerinnen aus Halle.
Ohrenbetäubender Jubel brach in der Halle los, als die heimische Formation "Deja vue" als letzter Starter in der Vorrunde die Tanzfläche betrat. Trainerin Sonja Greiner hatte sich mit dem Titel "Don’t speak" viel vorgenommen. Das Thema ihrer Choreografie "Traum und Wirklichkeit" verlangte den jungen Tänzerinnen besonders viel im Bereich Präsentationsfähigkeit ab.
Gespannte Stille herrschte bei Tänzerinnen und Publikum, als Turnierleiterin Sonja Wiegand die fünf Teilnehmer für das große Finale bekannt gab. "Deja vue" aus Warburg, "Splash" aus Warendorf, "No Limits" aus Halle, Diversity aus Deppendorf und "New Line" aus Lippstadt hatten es geschafft - enttäuschte Gesichter dagegen bei "Tian" aus Borgentreich und "Frantic" aus Borgholzhausen. Diese beiden Formationen mussten im kleinen Finale die Plätze sechs und sieben unter sich austanzen. Nach der offenen Wertung im kleinen Finale ergab die Wertung der Wertungsrichter für die Formation aus Borgentreich eindeutig den sechsten Platz.
Im großen Finale präsentierten sich alle Gruppen jetzt gelöster. Hiervon profitierten vor allem die Wertungsgebiete Musikalität und Präsentation. Als das Wertungsgericht zum letzten Mal an diesem Wochenende ihre offene Wertung präsentierte, hieß es für die Formation "Deja vue" vom Warburger Turnverein mit einer 1 2 2 3 1 den ersten Platz. Auf Platz zwei fand sich die Formation "Splash" aus Warendorf gefolgt von "Diversity" aus Deppendorf.
Schon am nächsten Wochenende treffen sich die Formationen in Borgentreich wieder. Am Samstag kämpft die Oberliga ab 17 Uhr um die Aufstiegsplätze der Regionalliga. Und am Sonntag muss sich "Deja vue" aus Warburg und ihre Trainerin Sonja Greiner ab 14 Uhr wieder den Wertungsrichtern stellen und ihren ersten Platz versuchen zu verteidigen.