„Flamigero“ aus Dalhausen knapp am Sieg
vorbei
Natzungen, Peckelsheim
und Wormeln sichern sich einen Platz im Mittelfeld
Beim Auftaktturnier der Landesliga 5 am Wochenende in Borgholzhausen,
verpasste die Formation FLAMIGERO vom TV Dalhausen nur knapp Platz 1.
Die sehr junge Formation, die in der letzten Saison noch in der Jugendliga
tanzte, überzeugte mit einer Choreografie zu einem vertonten Gedicht,
"Der Panther", Publikum und Wertungsgericht. Einzig allein die "Metropolitans"
vom Bielefelder TC Metropol konnten Flamigero auf Platz 2 verweisen. Mit dem
Tanz zu "Der Panther" hatte sich Trainerin und Choreografin Sonja Wiegand
mal wieder selbst übertroffen, ein schwieriges Lied im 3er-Takt, exakte
Hebungen und Ideenreichtum in Raumaufteilung und Bewegung zeichneten diesen
Tanz aus. Auch die Dynamik und Akzentuierung der jungen Tänzerinnen war
hier besonders auffällig. Kleine Unsicherheiten, die von dem doch sehr
schwierigen Takt der Musik herrührten, sollten aber bis zum nächsten
Turnier am 29.02. in Bielefeld ausgemerzt sein. Flamigero ist sicher in der
Lage Platz 1 auf den nächsten Turnieren zu erreichen.
Aber noch einige weitere Formationen aus der hiesigen Umgebung gaben ihr
Debüt in Borgholzhausen. Für die Formation Charisma vom TUS Rot-Weiß
Peckelsheim ist diese Saison die erste Turniersaison überhaupt, sie schlugen
sich mit ihrem Tanz "Lift your head up" von der Bloodhound Gang hervorragend.
Für diese Formation ergab sich in der Endwertung der 5. Platz. Charisma
überzeugte besonders durch Musikalität und Präsentation, die
Umsetzung der Musik wurde sehr ausdrucksstark und mit enorm viel Power umgesetzt.
Die Choreografie ließ hier und da einige weitere Schwierigkeiten vermissen,
war aber im Gesamtpaket sehr musikalisch und gut auf die Tänzerinnen
zugeschnitten. Auch Charisma aus Peckelsheim ist sicher nach oben noch steigerungsfähig
und könnte bei anderen Wertungsrichtern sicher noch ein paar Plätze
gutmachen.
"Experience" aus Wormeln, für die es auch ihre erste Turniersaison
ist, hatten mit ihrer Trainerin Sonja Greiner das Thema "James Bond" gewählt.
Sonja Greiner hatte 12 Tänzerinnen aufgestellt, die sehr gut in Leistungsstand
und technischem Niveau harmonierten. Die Choreografie war sehr abwechslungsreich
gestaltet aber teilweise durch die hohe Anzahl an Tänzerinnen wirkten
die schnellen Wechsel der Aufstellungen und unterschiedlichen Bewegungsabläufe
auf den Betrachter etwas verwirrend. Doch auch „Experience“ wird in den nächsten
2 Wochen sicher an ihrem Tanz noch etwas arbeiten, um ihren 6. Platz in der
Endwertung zu verbessern.
“Face to Face“ aus Natzungen, die letzte Saison nur knapp den Aufstieg in
die Verbandsliga verpasst hatten, konnten an diesem Wochenende mit ihrer neuen
Choreografie zu Charlies Angels nicht überzeugen. Trainerin Sonja Wiegand
hatte ein sehr schnelles Lied gewählt, welches die Tänzerinnen nicht
sauber genug vertanzen konnten. Der Betrachter erhielt den Eindruck als würden
die Tänzerinnen durch ihren Tanz "hetzen" und Aufstellungen waren teilweise
etwas unklar. Aber Trainerin und Formation werden diese Problematik sicher
mit gezieltem Training in den Griff bekommen und Face to Face wird sich hoffentlich
in Bielefeld einen Platz in der Endrunde sichern können.
Zur Organisation in Borgholzhausen sind noch einige Einzelheiten anzumerken,
die mir persönlich aufgefallen sind: Alles war sehr lieblos gestaltet,
sei es die Aufmachung des Turniers oder die Wertungszettel, die Toiletten
der Umkleidekabinen waren das allerletzte (Mülleimer fehlten, Klospülung
ging gar nicht.....etc), die Musikanlage war auch nicht wirklich toll,
die Tanzfläche war viel zu weit vorne in der Halle, teilweise war
die Sicht auf die Tänzerinnen von den Sitzplätzen aus verdeckt,
der Eintrittspreis von 5 EUR für Erwachsene war in keiner Weise gerechtfertigt,
dass das Wertungsgericht sicht verrechnet hat und die Wertungsrichter teilweise
den Tänzerinnen schon seit etlichen Jahren ein Dorn im Auge sind,
naja dafür kann der Verein ja nichts...........aber ich hoffe, dass
das Turnier der Jugendliga im März ein wenig besser wird.
(Dorit Ewers)